Nach einer etwas längeren Auszeit ist das Nirgendwo wieder da - mit einem etwas verspäteten Jahresrückblick. Mehr zur Auszeit und den Vorsätzen für das neue Jahr gibt es später, aber jetzt erstmal zu den gelesenen Büchern im Jahr 2011, die entweder zu Enttäuschungen oder zu Highlights wurden.
Da wir auch in der Schule erst mit dem Positiven und dann mit dem Negativen anfangen wenn wir Kritik äußern, gehe ich hier auch so vor. Ich kann mich wirklich kaum beklagen, das Jahr 2011 hatte relativ viele Highlights zu bieten. Hier jedoch sind nur die Bücher zu sehen, die mich außerordentlich begeistert haben. Die meisten davon werde ich bestimmt nicht das letzte Mal gelesen haben.
Der Märchenerzähler hat für Meinungsverschiedenheiten der großen Art gesorgt. Auch wenn ich zu denen gehöre, die von der Sprache und der grausam-schönen Geschichte fasziniert war, kann ich die Kritikpunkte, die die meisten haben verstehen. Nichts: Was im Leben wichtig ist hat mich durch seine Brutalität zum Nachdenken gebracht: Was ist im Leben wirklich wichtig? Die Frage muss jeder für sich selbst beantworten, aber wohlmöglich weil diese Frage so brutal dargestellt wurde, hat auch dieses Buch zu gemischten Meinungen geführt. Mir wird es noch etwas länger in Erinnerung bleiben, nicht nur als Buch, das mich zum Nachdenken gebracht hat, sondern auch als Schullektüre, die zu interessanten Diskussionen geführt hat. No an Me (dt. No & ich) hat mir das Herz gebrochen und das auf eine gute Weise, weswegen es einen ganz besonderen Platz bei mir im Regal hat. Zoë war ein wahres Wohlfühlbuch, mit Charakteren die mir unglaublich ans Herz gewachsen sind und die ich wahrscheinlich nicht das letzte Mal ins Herz geschlossen habe. Ich gegen dich hingegen bietet an der ein oder anderen Stelle weniger Wohlfühlmomente, jedoch ist es ein herzzereißendes Buch, das auf wirklich beeindruckende Weise die Auswirkungen, die eine Vergewaltigung auf die Familie von Opfer und Täter hat, widerspiegelt. Das kalte Herz der Schuld hat mich überrascht und ist mir nach dem Lesen noch sehr lange in Erinnerung geblieben. Ich würde sogar fast schon sagen, dass es vielleicht sogar das größte Highlight in diesem Jahr war. Divergent hatte ein bisschen von allem, was mein Leserherz höher schlagen lässt. Die Fortsetzung ist einer der Bücher, die ich dieses Jahr kaum abwarten kann endlich lesen zu können. Fat Cat hat mich mit der Protagonistin lachen, mithoffen, mitfühlen und mich das Buch mit einem Lächeln im Gesicht schließen lassen. Zu der Trilogie muss ich nicht viel sagen, alles wurde in der ein oder anderen Weise schon vorher gesagt. Aber noch heute fehlen mir die Worte. Eine Achterbahnfahrt der besonderen Art, die man einfach selbst erleben muss. Die Bücher werden mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben und dafür gibt es mehrere Gründe. Meine Autorenneuentdeckung des Jahres war aufjedenfall Jenny Valentine: Finding Violet Park (dt. Wer ist Violet Park?) und Broken Soup (dt. Kaputte Suppe) haben mich zum lachen und weinen gebracht und mich am Ende einfach nur zufrieden die Buchdeckel schließen lassen.
Um ehrlich zu sein gab es dieses Jahr kaum Enttäuschungen. Einzig Palo Alto von James Franco und Wie im Rausch von Diane Tullson haben mich enttäuscht - ersteres weil ich mir mehr von Franco's Kurzgeschichtenbuch erwartet hatte und zweiteres hat mich nicht einmal enttäuscht, es war (für mich) einfach nur ein totaler Reinfall.
Im Großen und Ganzen war das Lesejahr 2011 wundervoll und ich kann mir dies wirklich nur für 2012 auch wünschen. Was ich mir aber vornehme dieses Jahr anders zu machen wäre, dass ich versuche, ein wenig mehr darauf zu achten, nicht allzu viele ähnliche Bücher (vom Thema oder manchmal sogar vom Genre her) nacheinander zu lesen. Ein wenig mehr Abwechslung eben, damit es nicht langweilig wird. Blogtechnisch nehme ich mir vor, dass ich mich nicht mehr so unter Druck setze - es soll schließlich Spaß machen, sonst bringt das ganze nichts.
Ich hoffe, ihr hattet auch ein schönes Lesejahr! Auf ein wundervolles Lesejahr 2012!


Yeaah, endlich gibts mal wieder was von dir zu lesen! Schöner Jahresrückblick und auch gut, dass du deine Highlights bzw. Flops begründest.
AntwortenLöschenWünsche dir ebenfalls ein tolles 2012!
Viele liebe Grüße, Diti
Schön dass das Nirgendwo zurück ist!
AntwortenLöschenHallo ins Nirgendwo! Wie schön, dass du wieder da bist, freut mich wirklich total! Unter deinen Highlights entdecke ich einige Bücher, die mich auch sehr bewegt haben, den "Märchenerzähler" habe ich in meinem Jahresrückblick sogar selbst als Highlight gekürt, aber auch "Panem", "Nichts" und - natürlich - Jenny Valentine fand ich klasse!
AntwortenLöschenUnd zu deinem Kommentar auf meinem Blog:
Mit Herrn Foer ist es wirklich nicht so einfach... Ich kann dich sehr gut verstehen, dass du "Extrem laut..." erstmal abgebrochen hast, wäre mir ja fast genauso gegangen. Jetzt gerade lese ich (immer mal wieder) "Alles ist erleuchtet" und tue mich auch damit schwer, obwohl ich die Geschichte bisher eigentlich gut finde :-/ Total viele Leser loben Jonathan Safran Foer ja in den Himmel, die Begeisterung konnte ich bisher nicht nachvollziehen... Aber ich bin auf den Film von "Extrem laut" gespannt, da ich mir gar nicht vorstellen kann, wie man dieses Buch auf der Leinwand umsetzt.
Liebste Grüße!
Es ist schön zu sehen, dass du wieder da bist und freue mich schon darauf, bald wieder mehr von dir zu lesen.
AntwortenLöschenIch wünsche dir ein - wenn auch das Jahr schon einige Zeit im Gange ist - ein tolles Lesejahr 2012 mit vielen tollen Büchern. :D
Liebe Grüße
animasoul
Hallihallo!
AntwortenLöschenKlasse, dass es auch was Neues von dir zu hören gibt. Und deinen Jahresrückblick find ich ziemlich schön :)
Die meisten Bücher kann ich nur unterstreichen, bei denen ging es mir genauso.
Ich wünsch dir noch ein schönes Jahr 2012 und hoffe, dass es genauso viele Bücher zu deinen Highlights bringen werden.
LG
Bei vielen Highlights kann ich dir nur zustimmen. Besonders "Der Märchenerzähler" und "Nichts" bin ich voll deiner Meinung. Aber natürlich auch "The Hunger Games", "Das kalte Herz der Schuld" und "Die Bestimmung" fand ich ganz klasse.
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