Aber nun zum eigentlichen: Ausländische bzw. englische Verlage lassen einen schon teils ein halbes Jahr, bis sogar 1 oder 2 Jahre vorher wissen, was in den kommenden Monaten oder eben sogar Jahren erscheinen wird. Nicht immer gibt es eine Inhaltsangabe oder ein Cover, jedoch folgen diese Angaben desto näher der Erscheinungstermin rückt. Dass das Cover dann nicht das Entgültige ist, der Titel und die Inhaltsangabe auch nicht, ist natürlich klar. Dass es den einen freuen wird, wenn es zu Änderungen was zuvor genanntes betrifft kommt, gibt es natürlich, jedoch gibt es auch welche, wie mich, die manche Änderungen überhaupt nicht nachvollziehen können, aber jetzt von Anfang an...
Sarah Ockler, die durch „Twenty Boy Summer“ (oder für die deutschen Leser „Die Sterne leuchten immer noch“) bekannt ist, veröffentlicht im kommenden ein neues Buch. Ich selbst habe noch keines ihrer Bücher gelesen, jedoch hat mich vor allem der Titel und das Cover ihres kommenden Buches neugierig gemacht. Ich würde sogar sagen, dass es mit einer der Neuerscheinungen war, bei denen ich mir sicher war, dass ich sie mir zeitnah zum Erscheinungstermin besorgen würde. Aber was kam dann? Titel und Cover wurden umgeändert und ich habe die Welt nicht verstanden, wieso man sich für einen so nichtssagenden Titel umentschieden hat und wieso man so ein 0815 Cover, welches man in abgewandelter oder sehr ähnlicher Form wirklich häufig im Jugendbuchbereich findet (vor allem im englischen), gewählt hat...
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| Vorheriges Cover und vorheriger Titel. © Little, Brown Books for Young Readers. |
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| Umgeändertes Cover und neuer Titel. © Little, Brown Books for Young Readers. |
Bevor der Titel umgeändert wurde hieß das Buch „The Language of Impossible Dreams“ (übersetzt: „Die Sprache der unmöglichen Träume“) und hatte ein wirklich sehr schlichtes Cover, welches aber doch etwas hat, was passt und was (für mich) schön anzusehen ist. Nun heißt das Buch „Bittersweet“ (übersetzt: „Bittersüß“) und hat ein Cover, welches ich schon tausende Male in dieser Art gesehen habe. Ein gebrochenes Herz, ganz einsam auf einem hellblauen Cover, was auch mit Farbe ein wenig kahl wirkt. Mal abgesehen davon, dass es den Buchtitel nicht das erste Mal gibt und bestimmt auch nicht das letzte Mal geben wird, ist dieser zudem auch noch nichtssagend, in dem Sinne, dass ich mir nie im Leben vorstellen könnte, worum es in dem Buch geht, hätte ich die Inhaltsangabe nicht gelesen. Die verschiedenen Inhalte die dieser Titel verbergen könnte ist so groß und ich wüsste nicht, was mich dazu bringen würde, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Hingegen sagt einem „The Language of Impossible Dreams“ schon mehr und macht auch neugierg. Außerdem passt er auch noch zum Inhalt und verrät dabei nicht zu viel. Aber bittersüß? Das könnte ich rein theoretisch alles reininterpretieren und überall anders in der ein oder anderen Art haben, wieso sollte ich dann eben zu diesem Buch greifen?
Dass das Cover umgeändert wurde - in Ordnung, ist wirklich nicht mein Fall, weil es so eine Art von Covern echt tausende Male schon gibt (spontan fällt mir da sogar die englische Ausgabe von Sara Zarr's „Long-Lost Friend“ ein, welches ebenso einfach nur ein Herz auf dem Cover hat, welches von einer kahlen Atmosphäre umgeben wird, selbst mit Farbe. Auch sehr einfallsreich, denn auch vor Sara Zarr's Buch gab es nunmal diese Art von Covern...). Aber dass der Titel umgeändert wurde verstehe ich überhaupt nicht. „The Language of Impossible Dreams“ finde ich einfach viel schöner, viel passender, beurteilt man den Inhalt nur, wenn man die Inhaltsangabe gelesen hat.Was denkt ihr? Findet ihr meine Reaktion übertrieben? Findet ihr die Umänderung verständlich, vielleicht sogar besser? Oder gefällt euch gar keines der beiden Titel und Covern?


Um deine Frage aus der Überschrift zu beantworten: Ich finde, das musste definitiv nicht sein! :-)
AntwortenLöschenZugegeben kann ich mit beiden Covern, also auch mit dieser umgekippten Kaffeetasse, nicht allzu viel anfangen... aber warum haben die den Titel geändert? ""The language of impossible dreams" ist ein wunderbarer, poetischer Titel, der mir direkt eine Grundstimmung des Buchs vermittelt. "bittersweet" dagegen ist wirklich wieder so ein Standard-Titel, unter dem man sich nichts groß vorstellen kann und den man leider auch schnell wieder vergisst :-/
Also ich finde deine Reaktion nicht übertrieben. Ich muss dir auch recht geben. Ich finde das erste Cover und auch der ersten Titel viel besser. Das ist vielleicht das Problem dabei, dass man Cover in internationalen Verlagen vorher sehen kann, dass man sich dann auf etwas freut, es sich dann aber doch ändert. Na ja.. vielleicht ist das letzte Wort ja noch nicht gesprochen.
AntwortenLöschenLiebe Grüße, Diti
Uah, das ist ja grausam. Der erste Titel ist/war echt schön, aber der zweite ist wirklich standard und langweilig. Bei den Covern find ich beide nicht soo toll, wobei mir das ursprüngliche doch noch ein ganzes stück besser gefällt. ich kenne die geschichte nicht, deshalb weiß ich nicht, welches cover inwiefern passen könnte, aber ich finde sie beide doch recht nichtssagend.
AntwortenLöschendeine reaktion kann ich aber durchaus verstehen. schon blöd, wenn alles so für die masse zurechtgetrimmt wird, vor allem, nach dem es eigentlich anders geplant war.
zu deinem kommentar: der zu mara dyer war wirklich ganz okay, obwohl ich ihn auch irgendwie nichtssagend fand. ich fand aber auch, dass er gar nicht zum buch gepasst hat.
die zu den perfect chemistry büchern sind echt lustig, auch wenn ich mir die charaktere, so wie du, ziemlich anders vorstelle. aber irgendwie sind das ja shcon nicht mal mehr trailer, sondern richtige zusammenfassungen... also ziemlich lang oO
der zu "stolen" gefällt mir allerdings eher weniger. ich hab das buch bereits gelesen und irgendwie nervt mich bei dem trailer die hintergrundmusik. aber das ist ja geschmackssache :D (das buch kann ich übrigens nur empfehlen!)
bei dem "Tell me a secret" muss ich dir aber zustimmen, der ist echt toll! ich find ja auch die selbstgemachten trailer von maggie stiefvater zu ihren büchern echt toll und süß:
http://www.youtube.com/watch?v=QX82ggGCF7c
irgendwie echt süß gemacht.
Das schreit ja wirklich regelrecht nach einem Seufzen und der Frage, wie die Köpfe hinter der Covergestaltung bzw. Titelvergabe nur ein solch doch recht ansprechendes (und meiner Meinung nach aufwändig gestaltetes) Cover und einen neugierigmachenden Titel durch eine solch nichtssagende Erscheinung ersetzen konnten? Ich finde es auch nicht gerade erfreulich, 4 oder mehr Bücher im Regel stehen zu haben, dessen Cover beinahe dasselbe Motiv ziert. - Das nimmt diesen vom Inhalt her vermutlich einzigartigen Büchern ihre Individualität, ich muss dir zustimmen!
AntwortenLöschenAber, naja... Vielleicht lässt ein genialer Inhalt dich ja doch noch ein Auge bezüglich Cover und Titel zudrücken. ;)
Vielen Dank für deinen Post, ich wusste von dem Cover-Wechsel gar nichts. Letzte Woche habe ich mir "Bittersweet" bestellt und nehme an, der Titel spielt auf ihre Backkünste an.
AntwortenLöschen"The Language of Impossible Dreams" gefällt mir auch besser. Vor allem geht es im Anfang der Leseporbe darum, dass das Mädel ihren Traum als Eiskunstläuferin aufgibt. Von daher umso passender...
Vom Cover her finde ich die Änderung gar nicht mal so schlecht, ich glaube da gefällt mir das Herz Cover sogar ein wenig besser. Aber du hast schon Recht, richtig abheben wird es sich nicht bei so vielen ähnlichen Covern.
Liebe Grüße!